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Was Ausmisten mit Entschleunigung zu tun hat

Es klingelt. Tante Gerda steht vor der Tür und hat drei Kisten von ihrem Speicher mitgebracht. „Da könnt Ihr bestimmt noch was von gebrauchen.“ sagt sie und geht. Verdutzt stehen Sie im Türrahmen und starren auf die Kisten. Die Dinge brauchen Sie gar nicht, aber Sie wollenTante Gerda nicht enttäuschen. Da in der Wohnung kein weiterer Platz ist, verschwinden die Kisten „erst einmal“ im Keller.

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben erfolgreich Gerümpel angesammelt!!

Aber was ist soschlimm daran?

Das Anhäufen von Gerümpel birgt auf den ersten Blick kleine und große Schätze, die man bei einem Antiquitätenhändler höchstbietend verkaufen kann. Das ist aber nur bei einem kleinen Teil der „Hortensilien“ der Fall.

Viel eher tritt der Fall ein, dass uns Gerümpel belastet. Vollgestellte Räume erzeugen eine Enge, die den meisten Menschen unangenehm ist. Aber nicht nur unseren Stauraum, sondern auch das Gefühl, den Geist, ja sogar unseren Körper belastet es. Unser Unterbewusstsein erinnert uns stetig daran, dass wir noch etwas zu tun haben: Nämlich Aufräumen. Je drängender wir diese Aufgabeaber empfinden, umso mehr werden wir geneigt sein, sie weiter nach hinten zu verschieben.Und wenn Du‘sheute kannst verschieben…

Klarheit und Ordnung hingegen befrieden den Geist und das trägt dazu bei, dass wir uns entspannt und locker fühlen. So können wir uns viel bewusster den Dingen widmen, die uns Spaß und Freude bringen.

Warum häufen wir Gerümpel an?

Es gibt verschiedene, vor allem komplexe Gründe, warum jemand Gerümpel ansammelt. Meistens ist das Anhäufen nur Symptom eines tieferliegenden Grundes. Es kann auch sein, dass Sie sich bei allen hier aufgeführten Gründen ein bisschen angesprochen fühlen.

  1. Ich kann es irgendwann bestimmt noch einmal gebrauchen.
    Dazu gehören nur selten gebrauchte Gegenstände. Vielleicht die zu eng gewordene Jeans. Sie wollten ja nochmal abnehmen. Bitte fragen Sie sich, wie oft das in den letzten Jahren tatsächlich geschehen ist.
  2. Identitätsstiftung
    Was habe ich wann, wie gemacht? Alles festgehalten in vielen Bildern oder Andenken aus den letzten Jahrzehnten. Überprüfen Sie einmal, was oder wer Ihnen wirklich noch am Herzen liegt und räumen für diese ein tolles Plätzchen in Ihrer Wohnung ein.
  3. Vorbild Eltern
    Wenn Ihre Eltern auch schon gerne Krams gesammelt haben, dann kann es gut sein, dass auch Sie auch dazu neigen etwas zu horten.
  4. Glaube, dass mehr besser ist
    Mehr ist immer besser! Meist fallen wir leider damit auf die Tricks erfolgreicher Marketing-Firmen herein.

Gerümpel und die Lehren des Feng Shui

Die bekannte Autorin Karen Kingston beschäftigt sich seit den 90er Jahren intensiv mit Thema Gerümpelund was es mit uns macht. Dabei verknüpft Sie die Lehren des Feng Shui mit dem Aufräumen. Ihr Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ beschäftigt sich mit dem Gerümpel, dem wir täglich begegnen – in unserem Zuhause, auf dem Grundstück aber auch physisch, geistig und emotional.

Der Ansatz des Feng Shui besagt, dass überall Energie fließt, die durch Unordnung verlangsamt oder gar gestoppt wird. Als Ergebnis fühlen wir uns an einem Ort mit geringem Energiefluss unwohl und können dadurch sogar krank werden. Ein Ort, an dem die Energien fließen, lässt auch unseren Energielevel steigen.

Wir wollen uns mit diesem Beitrag nur dem physischen Gerümpel in Ihrem Zuhause widmen.

Was ist Gerümpel?

Allgemeinhinbezeichnen wir Trödel, Krimskrams, Zeug als Gerümpel.
Kingston teilt es in vier umfassendere Kategorien ein.

  1. Etwas, was wir nicht mögen oder verwenden
    Alles, was vergessen, nicht gemocht oder ungewollt ist. Auch ungeliebte Geschenke oder geerbtes Gerümpel gehören dazu.
  2. Was unordentlich oder unorganisiert ist
    Dinge, die entweder keinen festen Platz haben oder nicht an diesen weggeräumt werden.
  3. Zu viel in begrenztem Raum
    Es befinden sich zu viele Dinge in einem Schrank oder zu viele Schränke in einem Raum. Die entstehende Enge empfinden viele als bedrückend.
  4. Was unerledigt oder unfertig ist
    Alles, was wir eigentlich erledigen müssten, aber wofür wir uns im Hier und Jetzt keine Zeit nehmen. Darunter sind auch kaputte Sachen, die noch repariertwerden müssen.

Gerümpel nach Feng Shui

Nach Feng Shui sind alle Dinge, mit denen wir etwas Negatives verbinden Gerümpel. Zum Beispiel der alte Fernseher, der zwar läuft aber flackert. Oder die Vase mit Riss, die mich an den letzten Streit mit meiner Mutter erinnert.

Auch Gegenstände an sich senden Schwingungen aus, die Einfluss auf uns haben. So kann ein melancholisches Bild eine traurige Stimmung im Raum oder in der Wohnung verbreiten.

Falls es Ihnen schwer fällt Gerümpel zu erkennen,dann stellen Sie sich die folgenden Fragen:

Fühle ich mich energiegeladen oder schlapp, wenn ich es in die Hand nehme?
Mag ich es wirklich gern? (Inspiriert es mich oder finde ich es nur nett?)
Habe ich es schon einmal benutzt oder wie oft benutze ich es tatsächlich?

Wann und wie mit dem Ausmisten beginnen?

Als Faustregel rät die Spezialistin: Wenn ich mehr als zwei Müllsäcke aus meinem Heim heraustragen könnte, sollte ich ausmisten.

Und welcher Zeitpunkt ist der beste? Eigentlich jeder, aber schieben Sie es nicht jedes Mal auf die lange Bank. Je eher Sie beginnen, je eher werden Sie sich befreit fühlen.

Vorbereitungen

Wenn Sie sich sicher sind, dass Sie alle aussortierten Dinge entsorgen möchten, bestellen Sie gleich einen Container. Andernfalls nehmen Sie sich mehrerer Kartons zu Hilfe.

  1. Müllkarton: Alles kommt weg!
  2. Reparaturkarton: Hier nur die Dinge hinein, die Sie auch wirklich gebrauchen oder reparieren können.
  3. Recyclingkarton: Für Dinge, die recycelt, verkauft oder gespendet werden sollen.
  4. Übergangskarton: Diese Gegenstände erhalten einen anderen Platz bei Ihnen zu Hause.
  5. Dilemmakarton, falls benötigt: Kann im Moment noch nicht entscheiden, was damit passiert.

Loslegen!

Nehmen Sie jetzt jeden Gegenstand einzeln in die Hand oder betrachten ihn und fühlen in sich hinein, was er bei Ihnen auslöst. Fühlen Siesich energiegeladen oder schlapp? Wenn schlapp, dann weg.

Entscheiden Sie sofort, was damit zu geschehen hat und verteilen Sie die Sachen auf die einzelnen Kartons.

Die Gegenstände des Übergangskartons verteilen Sie auf die vorgesehenen Plätze. Falls auf diesen noch etwas steht, verbleiben die Gegenständeerst einmal im Karton.

Vergessen Sie nicht den WICHTIGSTEN SCHRITT: WEGBRINGEN UND ENTSORGEN! Die Müllsachen auf den Müll, die reparaturbedürftigen Gegenstände zum Fachmann oder selbst reparieren. Recycling in die Flohmarktkiste, Geschenke für Freunde fertig machen, etc.

Und der Dilemmakarton? Stellen Sie ihn in die hinterste Ecke Ihrer Wohnung und markieren sich im Kalender 180 Tage von jetzt. An dem Datum holen Sie ihn wieder hervor. Wenn Sie dannnoch wissen, was er enthält, sind diese Dinge wohl noch wertvoll für Sie. Falls nicht, werden Sie sie auch in Zukunft nicht benötigen und sie können weg.

Nehmen Sie sich zuerst einen kleinen Bereich vor, eine Schublade oder einen kleinen Schrank. Wenn Sie diesen Stück für Stück überprüft haben, nehmen Sie sich den nächsten oder größeren Bereich vor. Niemals alles aus einem Schrank in der Mitte des Zimmers aufstapeln, um es durchzusortieren. Das funktioniert leider nicht.

Entrümpeln befreit Sie von Ballast und das führt umgehend zu Erleichterung und Entspannung. Je häufiger Sie Ihr Zuhause und damit auch ein Stück weit sich selbst aufräumen, desto leichter fällt es. Irgendwann werden Sie gar kein Gerümpel mehr anhäufen.

Wie gerümpelfrei bleiben?

Geben Sie jedem Teil Ihres Hausstandes einen eigenen Platz.Gewöhnen Sie sich an, dieses nach Gebrauch gleich wieder dorthin zurückzulegen. Verwahren Sie diese Gegenstände immer da, wo Sie sie gewöhnlich benutzen und diese schnell hervorholen können.

Beschriften Sie Kartons mit dem, was sie enthalten.

Bewahren Sie nur Dinge auf Speicher oder Keller auf, die Sie vorübergehend nicht benötigen, z. B. Oster- oder Weihnachtsdekoration, Ski-Sachen, etc.

Bevor Sie etwas Neues anschaffen, fragen Sie sich IMMER, ob Sie es wirklich benötigen. (Siehe die drei Fragen oben). Falls Sie zum Horten neigen, dann muss ein Teil gehen, bevor ein neues seinen Platz in der Wohnung erhält.

Entscheiden Sie immer sofort, was mit dem Teil geschehen soll. „Klär ich später“ gibt es ab jetzt nicht mehr.

Das Ende vom Lied – Entspannung durch Entrümpelung

Auch wenn Sie nicht an Energieflüsse nach Feng Shui glauben, hat Ausmisten sehr viel mit Entspannung zu tun. Beim Aufräumen geht es auch immer ums Loslassen von Dingen und Gefühlen, die nicht mehr zu Ihnen passen. Alles Festhalten an Altem bremst uns.Es kann sogar bedeuten, dass wir Angst empfinden, irgendwann einen Mangel erfahren zu müssen.

Nehmen Sie sich während der freien Tage einmal ausreichend Zeit Ihren Hausstand und damit auch Ihr Inneres zu sortieren. Es wird Ihnen guttun!

Falls Sie weitere hilfreiche Tipps und Tricks wünschen oder Unterstützung bei Ihrer eigenen oder einer geerbten Immobilie benötigen, dann rufen Sie mich gerne unter 0511 – 879 410 45 an!

Entspannte und befreite Weihnachten und tiefenentspannte Ferientage
wünscht Ihnen herzlichst
Ihre Frau stilvertrauen
Beraterin für Homestaging und Neustyling für ihre Immobile, Haus, Wohnung und für Ihr Zuhause.