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Ordnungssyteme bringen Freude

Aufräumen und Ordnung schaffen, können viel Freude bereiten. Heute möchte ich Euch erzählen wie es einfach geht und dabei noch Spaß macht.

Ordnung im Innen und Außen

Äußere Umstände spiegeln sehr häufig den inneren Zustand wider und so können Ordnung oder Unordnung einen Spiegel der Seele darstellen.

Denke an die Pubertät und den Wandel vom Jugendlichen zum Erwachsenen. Starke Veränderungen stehen bei ihnen an und oftmals sind deren Zimmer Orte der blanken Verwüstung. Ungewöhnlich erscheinen mir übernatürliche Ordnung und Sauberkeit oder Chaoszustände. Da werden noch andere Probleme im wahrsten Sinne des Wortes im Raum stehen.

Selbst noch ein Teenager war ich wie fast alle zu dieser Zeit äußerst chaotisch. Meine Mutter hat sich oft die Haare gerauft und ehrlich gesagt, habe ich sie überhaupt nicht verstanden. Mit 19 Jahren hatte ich meine erste eigene Wohnung und übernahm wie selbstverständlich meine damaligen Gewohnheiten. Eine 1-Zimmer-Wohnung mit Null Ordnungssystem: Ich erkannte sehr bald den Sinn des Aufräumens.

Ständiges Suchen und Auffinden können sehr anstrengend sein und so entwickelte ich alsbald mein eigenes Konzept für Ordnung. Das 1. Kind erwog mich dieses zu verfeinern und mit dem 3. Kind erhielt mein System den Feinschliff!

Mein Ordnungssystem allgemein

Jeder Gegenstand hat bei mir einen festen Platz. Schlüssel, Jacken, Taschen, Hundesachen
etc., erhalten eine eigene Schublade, Standort oder Schrankfach. Das erspart mir einfach „Das Suchen“. Suchen kostet Zeit – Zeit und Nerven.
Vor vielen Jahren hatte meine Tochter eine ihrer Freundinnen zu Besuch. Die Mutter wollte ihr Kind um 17.00 Uhr bei uns abholen. Da sie aber ihren Autoschlüssel nicht fand, traf sie erst um 18 Uhr bei uns ein. Die Kleine hatte Tränen in den Augen, da sie gerne nach Hause fahren wollte. Auch wir anderen verspürten ihre Unruhe und so befand sich jeder von uns unter Stress.

Ich persönlich räume 2x am Tag auf. Morgens, bevor ich das Haus verlasse, räume ich alles, was ich benutzt habe, gleich weg. Das dauert keine 10 Minuten. Der Vorteil am Abend ist: Ich sperre die Tür auf und kann mich gleich wohlfühlen, da alles ordentlich an seinem Platz steht.
Klar, dass das nicht zu 100-% stimmt, da es immer irgendetwas zu tun gibt. Dennoch reicht dieser erste Blick aus, um mir das „Willkommen-Zu-Hause“-Gefühl zu geben.

Abends, wenn das Bett ruft, wieder der gleiche 10-minütige Vorgang. Mit diesem Minimalaufwand an Arbeit entstehen keine dieser „Räum-Mich-Endlich-Weg.“-Berge. Viele große Berge können bewirken, dass man die Lust verliert anzufangen und endet häufig in dem Gefühl der Resignation „Ach, jetzt ist es auch egal“.

Ausmisten und Aussortieren – in Haus und Hirn

Mindestens 2 x im Jahr räume ich jeden Schrank auf. Das tue ich aber nur, wenn ich auch wirklich Lust dazu habe. So, wie letzten Sonntag, wo das Draußen nur einen verregneten und stürmischen Vormittag versprach. Morgens um 8.00 Uhr verspürte ich den unwiderstehlichen Drang mir ein paar Schränke vorzunehmen und ich legte los…

Damit solche Aktionen nicht im Chaos enden, hier meine wichtigsten Tricks aus vielen Jahren der Erfahrung:
1. Step by Step: immer nur einen Schrank eines Zimmers vornehmen.
2. Zeitsetzung: Bis zu welcher Uhrzeit möchte ich fertig sein?
3. Die Belohnung für den Schluss: Wenn ich das Aufräumen in der vorgesehenen Zeit erledigt habe, dann darf ich das oder jenes tun oder was mir sonst so gefällt. Das steigert die Motivation überhaupt erst zu beginnen und auch in Zukunft Ordnung halten zu wollen.
4. Alles wird ausgeräumt und Regal oder Schrank gleich mit ausgewischt.
5. Jeder Gegenstand wird in die Hand genommen. Brauch ich den wirklich oder kann ich ihn verschenken oder verkaufen? Und ist das der richtige Platz für ihn?

Häufchen – aber nicht vom Hund

Aus den gefundenen Gegenständen bilde ich drei Haufen für die Kategorien:
1. Behalten, 2. Nachdenken und 3. Verschenken/Verkaufen.
Für die Kategorien 2 und 3 gebe ich mir maximal 7 Tage. So verhindere ich ein Zurücksortieren an den vorigen Platz oder in die Weiten des Kellergewölbes. Ist ein Teil defekt, entsorge ich es sofort.

Verkaufen lassen sich Deine Sachen leicht über Onlineportale wie nebenan.de, ebay.de, Kleiderkreisel.de oder rebuy.de. Diese gibt es auch als App fürs Handy.
Läden oder Vereine wie z.B. fairkaufhaus oder Oxfam freuen sich, wenn Du ihnen gut erhaltene Gegenstände und Kleidung schenkst. Du kannst damit andere Menschen glücklich machen oder soziale Projekte unterstützen. Oder stelle diese Dinge in einem Karton mit einem Schild versehen „Zu verschenken“ einfach vor die Tür.

Kleiderordnung

Für meinen Kleiderschrank habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen. Ich nehme mir einen Schrank vor und lege sämtliche Sachen daraus aufs Bett. Das ist sehr trickreich, da ich ja irgendwann schlafen gehen möchte und so setze ich mir ein festes Zeit-Ziel.

Jedes Kleidungsstück nehme ich in die Hand und probiere es an. Sorgsam prüfe ich, ob es defekt, zu eng, zu groß ist und ob ich es überhaupt noch mag. Dabei bin ich in der Vergangenheit immer wieder auf Fehlkäufe gestoßen. Mit meinen regelmäßigen Ordnungsaktionen habe ich einen guten Überblick darüber, was ich brauche und welcher Stil mir gefällt. So ist das Risiko von Fehlkäufen fast ausgeschlossen.

Dann bilde ich wieder die drei Haufen und verfahre wie oben beschrieben.

Farbsortiment mit Zeitersparnis

In meinem Kleiderschrank ordne ich ebenfalls mit System. Oberes Fach im Schrank Eins enthält Blusen, sortiert nach Art und Farben. Links hängen die kurzärmeligen und rechts die langärmeligen. Bei den Farben sortiere ich nach dem Tuschkasten-Prinzip. Gern benutze ich Bügel nur einer Sorte.

Ist das viel Arbeit? Nein, nur das Anlegen dieser Struktur bedeutet erst einmal Arbeit. Alles andere läuft dann wie am Schnürchen. Wenn gewaschene Wäsche wieder im Schrank verstaut werden soll, ordne ich sie sogleich ins vorhandene System ein.
Der Vorteil ist: Wenn ich die Türen meiner Schränke öffne, habe ich sofort alle Kleidungsstücke im Blick. Es sieht und ist immer ordentlich, da ich alles nach Thema einsortiere, wie z.B. T-Shirts, Sportsachen, Hosen, etc. Alle Sachen sind sofort griffbereit und ich spare eine Menge Zeit für unnötiges Suchen ein.

Die unendlichen Weiten des Kellers oder das Regal im Blick

Keller ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Jahrelang hatte ich keinen Keller und es ging mir gut. Jetzt seit gut einem ¾ Jahr besitze ich einen Kellerraum. Damit in diesem Lagerraum nur
Sachen landen, die ich dort haben möchte (z.B. Koffer, Waschmaschine), habe ich mir neben der Tür ein Regal aufgestellt. Dort landet alles was zeitnah entsorgt werden muss. Ich sammle bis ich genug für den Wertstoffhof habe und ab damit ins Auto. Nach dem Motto: direkt vorm Auge – somit immer im Sinn steht dieses Regal beim Hineingehen etwas im Weg und kann somit nicht von mir übersehen werden.

Buchtipps: Vom Ordnungslaien zum Ordnungsprofi

Alte lästige Gewohnheiten brauchen nur 21 Tage um durch eine neue gute Gewohnheit ersetzt zu werden. Hier habe ich noch ein paar Buchempfehlungen oder Tipps, wie wir den Sortiervorgang angehen sollten. Sehr empfehlen kann ich zum einen „Das magische Aufräum Buch“ von Inga Scheidt. Das Buch vermittelt mit den „Magischen 7 Tipps“ einen guten Überblick, was fürs Aufräumen wichtig ist. Beim zweiten Buch handelt es sich um „Das kleine Übungsheft – Ausmisten und wieder Aufatmen“ von Alice de Guiffant und Laurence Paré. Es regt mit tollen Übungen dazu an, sich darüber klar zu werden, warum hier Chaos herrscht und da wiederum nicht.

Probiere es einmal aus und berichte mir von Deinen Erfolgen und eventuellen Problemen.
Du hast es versucht und kommst nicht so recht weiter? Dann ruf mich an oder schreibe mir.

Frau stilvertrauen, Beraterin für Homestaging und Neustyling für ihre Immobile, Haus, Wohnung und für Ihr Zuhause. Persönliche Beratungen unter 0511 – 879 410 45.